Plunder, Krempel, Zeug, Nippes, Gerümpel!
Flipflops, braunes Leder, perlenbestickt, sehr hübsch. Noch nie länger als drei Minuten getragen, weil ich darin rätselhafterweise kaum laufen kann. Winterjacke, eigentlich eh fällig, da schon ein paar Jahre alt und abgetragen, mit eingerissener Seitentasche. Aber Moment, die Seitentasche könnte man auch annähen. Könnte man. Irgendwann mal. Vielleicht. Dann, Teelichtgläser. Unmengen davon. Und erhaltene Mitbringsel, die sich nicht aufessen oder austrinken lassen. Seit Jahren ungetragene Schals. Einzelne Handschuhe, deren Gegenstück nie mehr auftauchen wird. Küchenutensilien, vor drei Jahren beim Einzug in irgendeinen Schrank geräumt und nie mehr gesehen, gesucht oder auch nur vermisst.
Ich bin eigentlich keine grosse Sammlerin und auch gar nicht so schlecht im Entrümpeln. Und trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie schnell sich Schränke, Schubladen und Regale nach einer Hau Ruck-Entrümpelungsaktion erneut füllen. Man verliert wohl einfach im Alltag den Blick für die Dinge, die man hat. Und vielleicht auch für die, die man braucht.
Schluss damit. Unbenutzte Dinge brauchen Platz und ziehen Staub an. Das muss nicht sein. Ab dem 21. August sage ich hier im Blog ein Jahr lang Bye Bye Bye zu meinem Gerümpel, jeden Tag einmal. Das heisst, täglich entferne ich eines dieser Dinge aus meinem Blickfeld, meiner Wohnung und meinem Leben. Noch gebrauchsfähige Dinge werden verschenkt an jemanden, der sich daran freut oder wandern in die nächste Brocki. Einzelnes taucht unter Umständen bei ebay auf. Was nicht mehr taugt, landet dort, wo es hingehört, nämlich im Müll (und wird, so meine Geistesgegenwart will, auch nicht neu gekauft).

Die grobe Idee trage ich schon länger mit mir herum. Meike Winnemuth hatte den gleichen Einfall und hat mich dazu inspiriert, endlich mal in die Hufe zu kommen. Vielen Dank an dieser Stelle.














[...] This post was mentioned on Twitter by Xaver Inglin and Mona Hinnen, karin friedli. karin friedli said: Zuviel Zeug? Jäger und Sammler? Mitmachen und tschüss sagen: http://kfr.li/bye [...]
Viel Glück dabei. Wenn du mit deinem Krempel fertig bist, kannst du mit meinem anfangen, der seit dem Umzug im Keller steht ;)
Fertig? Wie, fertig?
Als ob das jemals passieren würde.
[...] » Projekt Bye Bye Bye (karinfriedli.ch) [...]
[...] » Projekt Bye Bye Bye (karinfriedli.ch) [...]
Falls Ihnen mal die Inspiration ausgehen sollte, was man noch wegwerfen kann, dann sei diese Seite empfohlen:
http://www.365lessthings.com/
Ciao Karin
Genial, dein Projekt. Hat mir sehr zu denken gegeben. Wir hatten selbst vor kurzem eine ganze Mulde mit Ware gefüllt und entsorgt. Aber wie du richtig bemerktst: es gibt immer wieder und jeden Tag wieder was wegzuwerfen oder zu verschenken oder zu verkaufen…
Ich habe mir gedacht, das will ich auch. Und besonders möchte ich, dass dies auch viele andere tun würden. Vielleicht gibt es ja sogar einige Leute, die was von dem “Müll” brauchen können.
Wie wäre es, wenn du andere an deinem Projekt teilhaben lässt. Das wäre sicher sehr interessant… Am besten wäre wahrscheinlich heute eine eine Gruppe oder Fanseite auf Facebook?
Dein Projekt hat mich sehr gefreut und übrigens, heute habe ich ein Fläschchen Tipp-Ex weggeworfen. Alter ca. 10 Jahre – Vor-EDV-Zeit…
@ Bruno
Danke Dir – schön, dass sich andere daran freuen und davon inspirieren lassen. Ich werde mal über die Facebook-Geschichte nachdenken, ja. Bisher war das ja so ein spontanes (und auch noch junges) Einzelprojekt, aber nun da es zu so unverhoffter Publizität gekommen ist… Ich überlege mir was und schreibe demnächst einen Blogbeitrag dazu.
@ Ute
Dankeschön, die kannte ich noch nicht. Habe auch noch andere Hinweise bekommen, vielleicht gibt’s im nächsten Update eine kleine Liste.
[...] Projekt Bye Bye Bye, bei der sie sich nicht mehr genutzter Dinge entledigt und dies in ihrem Blog beschreibt, werde ich nun eine ganz ähnliche Aktion starten. Ab heute werde ich ein Jahr lang [...]